TSF Ditzingen gewinnen 15. Ditzinger Hallenfußballturnier / 20.01.2002

Yunus Günsan gelang mit seinem einzigsten Treffer beim 15. Ditzinger Hallenfußballturnier kurz vor Ende des Endspiel gegen den 1. FC Pforzheim der Siegtreffer.

Damit sicherte sich das Team um Trainer Dutt ein Preisgeld in Höhe von 1000 €. Torschützenkönig wurde ebenfalls ein Ditzinger: Jens Eng erzielte am Endrundentag 10 Tore für die TSF. Die Ergebnisse im einzeln können Sie unter der Rubrik Zeitungsberichte – Januar 2002 entnehmen. Das Spiel um Platz 3 endete 4:0 für Ludwigsburg gegen einen toll aufspielenden Kreisligisten Korntal. Dieser wird derzeit vom ehemaligen Ditzinger Dennis Hübner trainert.

 

 


 

Leonberger Kreiszeitung – 21. Januar 2002

TSF Ditzingen gewinnen 15. Fußballturnier in eigener Halle – Yunus Günsan trifft im Finale gegen 1. FC Pforzheim

Kreisligist Korntal mischt sich unter die Besten

DITZINGEN – Mehr Tore, mehr Zuschauer und auch ein Plus an Werbepartnern: Die TSF Ditzingen sind rundum mit dem 15. Hallenturnier in der Ditzinger Sporthalle zufrieden. Denn sportlich überzeugten die Hausherren. Im Finale schlug das Team von Robin Dutt den 1. FC Pforzheim mit 3:2.

Von Christoph Achenbach

Dank des einzigen Turniertreffers von Yunus Günsan gewannen die TSF Ditzingen in eigener Halle. In der Schlussminute überwand er den Ex-Ditzinger Keeper, Marc Auracher, im Tor des 1. FC Pforzheim und sicherte sich und seinen Mannschaftskameraden die Siegprämie von 1000 Euro.

In einer spannenden und abwechslungsreichen Endspielbegegnung erzielten die Pforzheimer, die sich in der wesentlich schwereren Endrundengruppe durchzusetzen hatten, nach zwei Minuten durch Michael Weiß das 1:0. Konstantinos Macheras, der in dieser Saison nur drei Einsätze vorweisen kann, bestätigte mit seinem Ausgleichstreffer in der vierten Minute seine guten Leistungen während des Turniers. Weiß mit Turniertreffer Nummer sieben, ließ die Nordbadener wieder am Sieg schnuppern. Ditzingen hatte in Jens Eng den effektivsten Spieler des Turniers. Mit seinem zehnten Tor im achten Auftritt kippte die Begegnung. Den viel umjubelten Schlusspunkt setzte dann Günsan. „In der Halle kann sich die Mannschaft Selbstvertrauen holen, das sie mit in die Runde nehmen sollte“, erwartet Dutt nun einen Schub vom Turniersieg.

Allerdings: Nur knapp holten sich die TSF in der Endrundengruppe den ersten Platz, der die Truppe für das Finale qualifizierte. Denn die Endspielteilnahme stand auf sehr wackeligen Füßen. Besonders als der Gerlinger Mario Maric zehn Sekunden vor dem Ende im Gruppenspiel zum 2:2 einschob und die TSF wie bereits nach dem 2:2 gegen den TSV Korntal wieder einen Sieg in der Schlussminute verpasste. Auch in der Halle setzte sich gestern offenbar fort, jedenfalls in den Gruppenspielen, was den Grün-Weißen auch im Freien schwer zu schaffen macht: entscheidende Gegentreffer in der Schlussminute zu kassieren und nach einem guten Spiel den verdienten Erfolg zu verspielen. Jorge Calderon (TSF) hatte im Spiel gegen Gerlingen noch eine halbe Minute zuvor das 2:1 für seine Farben erzielt. Kurz danach vertendelte Serafino Russo in aussichtsreicher Position, und Maric nutzte seine Chance zum Ausgleich. Auch wenn in der Halle alles schneller geht: Dies hätte dem Oberligisten gegen die Vertreter aus der Kreisliga A zum Sieg reichen müssen. Verärgert zeigte sich Trainer Dutt zudem über die Zwei-Minuten-Sperre gegen Timur Eroglu, der sich mit dem Gerlinger Markus Staiger zu einer Privatfehde hinreißen ließ.

Und der TSV Korntal hätte mit mindestens einem Unentschieden im letzten Gruppenspiel statt den TSF den Platz für das letzte Turnierspiel noch einnehmen können. Das Kreisliga-A-Team von Spielertrainer Dennis Hübner musste sich jedoch dem Landesligisten TSV Eltingen hoch mit 3:0 geschlagen geben. Den beiden Treffern von Michael Gostovic und dem Alleingang von Francesco Malieni hatten die Korntaler nichts mehr entgegenzusetzen. Im Spiel um den dritten Platz war das Team dann mit den Kräften vollends am Ende und unterlag der Oberliga-Mannschaft von 07 Ludwigsburg deutlich mit 0:4. Dennoch: Für den TSV Korntal gilt dasselbe wie für die TSF: Möglich, dass das gute Abschneiden in der Halle positiv auf die Rückrunde wirkt. Der vierte Platz ist aller Ehren wehrt. Das 07-Team von Trainer Martin Hägele, bei dem der nominelle Stürmer Predrag Sarajlic mangels Torhüter im Tor stand, musste sich in der zweiten Endrundengruppe mit der Liga-Konkurrenz aus Pforzheim und den KSC-Amateuren auseinander setzen. In diesen Vergleichen zogen sich die Mannen vom Fuchshof gut aus der Affäre. Zum Stolperstein auf dem Weg ins Endspiel wurde für den Titelverteidiger der TSV Merklingen. Der Bezirksliga-Tabellenführer lag gar zweimal in Rückstand, doch Michael Scheible, Holger Gresens und Thorsten Talmon verpassten dem Favoriten eine nicht einkalkulierte Niederlage.

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Publikum und Spieler erfreuen sich einer gelungenen Organisation – Kommunikations-Pannen

„Hallenfußball besser als Heimvideos“

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die TSF Ditzingen müssen sich den Vorgaben des WFV beugen. Das heißt: Das Nachholspiel gegen TSG Weinheim wird am 23. Februar ausgetragen. Genau da sollte auf Zypern die Mannschaft die Grundlagen für den Klassenerhalt schaffen. Das geschieht nun eine Woche früher vom 10. bis 16. oder 17. Februar. „Wenn wir nach Zypern keinen Flug mehr bekommen, fahren wir nach Italien – wenn nötig mit dem Bus“, sagte Spielleiter Schetezka – mit säuerlicher Miene.

Ebenfalls nicht die beste Kommunikation scheint es zwischen den TSF Ditzingen und dem FV Zuffenhausen zu geben. In der vergangenen Woche waren die TSF beim Hallenturnier des FVZ, an diesem Wochenende nahm der Stuttgarter Vorortclub mit der langen Tradition am Ditzinger Turnier teil. Der Transfer von Paolo Bayrak, den der Verbandsligist gerne verpflichten möchte, verzögert sich dennoch weiterhin. „Die Zuffenhauser sind nicht auf uns zugekommen. Die wollen schließlich etwas von uns“, sagte Schetezka.

Mangelhaft auch die Verbindung zwischen dem Schaltpult und der Anzeigentafel: Sie blieb schwarz. Weder Tor- noch Zeitstände wurden sichtbar gemacht. Dafür mussten die Sprecher den Mund recht voll nehmen. Jede Menge Tore waren zu vermelden. Blöd nur, dass die Spieler sich nicht an der Zeit orientieren konnten. Und die spielt in der Halle eine große Rolle.

Funkstille auch beim FCP: Offensichtlich nicht nötig haben die Pforzheimer ihren Coach am Spielfeldrand. Oder saß Bob Augustyn in seiner zweiten Funktion beim 1. FC Pforzheim als Spielleiter auf der Tribüne? Anweisungen konnte er so seinen Spielern keine vermitteln.

Insgesamt freuten sich die TSF über mehr Zuspruch bei den Zuschauern. Auch die Torausbeute war ordentlich. Insgesamt 350 Treffer wurden in diesem Jahr bejubelt. Über die meisten freute sich der Ditzinger Jens Eng. Er traf zehnmal.

Viel gelernt haben die Verantwortlichen in Sachen Organisation: Für die Teams gab es durchweg annehmbare Wartezeiten zwischen den Spielen. „Auf der Alb haben wir mit der Jugend mal drei Stunden Pause gehabt“, erinnert sich Schetezka. Den Spruch des Tages lieferte Ditzingens Coach Robin Dutt. „Es ist besser, wenn die Jungs ein Hallenturnier spielen, als zu Hause auf dem Sofa Videos anzuschauen.“ ach